Geologie

Das Bergbaugebiet in und um Pobershau liegt im Bereich der verschiedenen Gneisvarietäten des Landkreises Marienberg. Hier kommen sowohl Paragneise (Graugneise) als auch Orthogneise (Rotgneise) vor, die am Aufbau der Gesteine beteiligt sind. Diese verschiedenen Gneise sind in imposanten Feldgebilden in den Tälern der Schwarzen Pockau und Natzschung aufgeschlossen. Die bunt zusammengesetzten Paragneise haben präkambrisches Alter und werden der Rusova – Folge der Preßnitzer Serie zugeordnet. Sie enthalten Metagrauwacken, Metabasite und Metaschwarzschiefer (als schwarze Flöze bezeichnet). 

In der Grube sind viel Lamprobhyr Gänge aufgeschlossen. Die alten Bergleute nennen diese wegen ihres hohen Calcitgehaltes Kalkgänge. In ihnen wurden bis zu fustgroße Calcite festgestellt . Das Streichen der Gänge ist mit wenig Ausnahmen NW bis NNW. Die Mächtigkeit schwankt zwischen 0,2m und 6m. 

Die Gneise werden von Granit unterlagert. In den Gneisen setzen in Pobershau, das den Ortsteil des Marienberger Erzreviers bildet, Ost – West streichende Gänge der Zinn Wolfram und der BI CO Ni Ag – Formation auf. Charakteristisch für das Ganggebiet ist das häufige von Trümmern beider Paragenesen auf ein und derselben Gangspalte. Der „ Molchner Spat “  erreicht 1600m streichende Länge  und der „Ursula Spat“  1300m, es sind die beiden bekanntesten Gänge. 

Im Gegensatz zu den Kobalt – Silbererzgängen zeigen die Zinnerzgänge häufig Neigungen zur Zertrümmerung. Bei den sogenannten Burghradter Trümern wurden in einem Gangzug bis zu 40 Trümer (1 bis 4cm mächtig) auf 6m Gesamtmächtigkeit festgestellt. Oft ist das Nebengestein der Zinnerzgänge mit Zinnstein versetzt (verzwittert). Die Bi Co Ni Ag – Gänge zeigten sich vor allem im Kreuzungsbereich mit den „Schwarzen Flözen“ (Metaschwarzschiefer) edel. Als Silbererz traten besonders Pyrargyrit und Argentit, daneben gediegen Silber, Proustit und Baryt farblosen bis gelben Meiselspalt (Baryt) sowie grünen und pflaumenblauen Fluorit. 

Bemerkenswert ist, dass neben den aufgeführten Erzgängen auch ein Abbau von Eisenerzen stattgefunden hat. Kennzeichnend für solche, teilweise als Störungen ausgebildete Strukturen sind ihre überwiegend NW – SO gerichtete und über Kilometer verfolgbare Erstreckung. Am bekanntesten sind die Roteisenstein führenden Gänge. Die Erzverteilung in der nicht selten mehrere Meter mächtigen Gangmasse ist sehr absätzig , wobei reichere Partien und völlige Vertaubung auf kurze Distanz wechselt. 

Zur Mineralisation gehört Quarz der teilweise als Amethyst ausgebildet war. 

Am bekanntesten sind die südlich von Pobershau gelegenen Eisenerzgruben Goldkrone Fundgrube und Wilhelmine Fundgrube.

 
 

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